Eine interessante Museumsbewertung im Internet die wir nicht vorenthalten möchten…

Am 27.08.2016 erhielten wir folgende Bewertung von Nike aus Berlin im Internet:

Das Internationale Feuerwehrmuseum in Schwerin hatten wir eigentlich für einen Schlechtwettertag am Schweriner See eingeplant, aber der blieb dieses Mal aus und so besuchten wir dieses Museum noch vormittags am Tag unserer Abreise. Nachdem wir direkt vor dem Gebäude geparkt hatten, begaben wir uns sogleich hinein.

Von außen ist die ehemalige Großveranstaltungungshalle neben dem Schweriner Fernsehturm nicht gerade attraktiv und auch von innen bemerkt man, dass die Räumlichkeiten des in die Jahre gekommenen Gebäudes ursprünglich nicht für den Zweck errichtet würde, ein Museum darin aufzunehmen. Später bei unserem Rundgang stellten wir fest, dass es gar nicht so einfach sein dürfte, für ein derart umfassendes Museum geeignete Ausstellungsräume zu finden.

Aber das hat uns überhaupt nicht gestört, denn die Ausstellung auf einer Fläche von über 4.000 m² mit ca. 14.000 Exponaten ( wer hat sie je gezählt) ist einfach der Kracher und für jeden Feuerwehrmann, jede Feuerwehrfrau und die Feuerwehrfans ein absolutes Muss!

Wenigstens einmal muss man hier gewesen sein, denn keine andere Ausstellung mit der Thematik, , die wir je besucht haben, bietet so viele interessante Exponate und eine dermaßen umfassende Sammlung von Feuerwehrtechnik aus der ganzen Welt. Dabei wandelten wir von Raum zu Raum durch eine sehr gut gegliederte und geordnete Ausstellung. Die Initiatoren haben sich sehr große Mühe bei der Präsentation und Übersichtlichkeit gegeben. Es gibt viele kleine Informationstafeln zu den Ausstellungsstücken.

Wir hätten einen ganzen Tag hier verbringen können.

Allein etwa 100 Fahrzeuge, Anhänger und Großgeräte seit der Gründungszeit der Feuerwehren bis etwa 1990 werden hier gezeigt. So bestaunten wir Fahrzeuge und anderes Gerät aus der Schweiz, Tschechien, England, Frankreich und Polen. Einen Schwerpunkt bilden dabei die sehr seltenen Fahrzeuge der Feuerwehren der ehemaligen DDR. Die Ausstellung ist in Themen-, Zeit- und Länderfenstern in ihrer ganzen Breite gestaltet.

Auch widmen sich besondere Ausstellungsthemen zu manchen Fachbereichen, wie Jugendfeuerwehren, Polizei in der Brandursachenermittlung, vorbeugender Brandschutz für Schulkinder, historische Atemschutzübungsanlage, feuerwehrtechnische Zentrale mit Werkstatt und Prüfgeräten, Wasserrettung, Leitstelle und Alarmierung, technische Hilfsmittel bei Verkehrsunfällen, Menschenrettung, Unfälle mit der Eisenbahn, Tierrettung, etc.

Es gibt außerdem eine etwa 400 Exponate umfassende Helm- und Mützensammlung aus aller Welt, etwa 1500 Exponate zum Thema Gas- und Atemschutz, etwa 700 Strahlrohre von 1700 bis heute, Orden, Ehrenzeichen, feuerwehrwimpel und sogar Feuerwehrmodellfahzeuge. Auch für Briefmarkensammler ist die Ausstellung interessant, da etwa 1300 Exponate zum Thema Feuerwehr präsentiert werden, wie Ersttagsbriefe und Ganzsachen.

Auch ganz außergewöhnliche Ausstellungsstücke bekamen wir zu sehen, wie z. B. Atemschutzmasken für Tiere.

Abschließend stöberten wir noch im Basar, wo man ausgemusterte Gebrauchsgegenstände, wie Taschen, Äxte etc. für moderates Geld erwerben kann. Auch bekommt man an der Kasse einige Publikationen zu Feuerwehrfahrzeugen – und Technik, die der Verein heraus gibt.

Was soll ich noch ergänzen? Fahrt einfach hin und schaut es Euch an, es lohnt sich absolut. Auch wir, die wir keine ausgesprochenen Feuerwehrfans sind, waren einfach nur begeistert !

Das Museum wird von einem Förderverein betrieben und bekommt leider keine Unterstützung vom Deutschen Feuerwehrverband, sondern wird wohl eher als unliebsame Konkurrenz betrachtet für das in Fulda betriebene Museum, (was jedoch meines Erachtens nicht ganz mithalten kann).
Das Konkurrenzdenken finde ich sehr bedauerlich, denn das Internationale Feuerwehrmuseum hätte alle Unterstützung verdient.

Aus Kostengründen ist das Feuerwehrmuseum im Winter geschlossen, da die Beheizung der 4.000 m² Ausstellungsfläche finanziell für den Verein leider nicht tragbar sind. Eine Besichtigung ist daher jeweils vom 01.04. bis 31.10. möglich.

Wer mit einer größeren Gruppe das Museum besuchen möchte, dem empfehle ich die vorherige Kontaktaufnahme mit dem Museum. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die das Museum betreuen sind sehr freundlich.
Sie freuen sich sehr über jeden Besucher und wir fühlten uns dort sehr willkommen. Sämtliche Fragen zum Thema werden qualifiziert beantwortet.

Der Eintrittspreis von nur 5 € pro Erwachsenem ist auch mehr als moderat.

Ich habe ein Fotoalbum angelegt, in welchem man ich einen ersten Eindruck vermitteln möchte , welch umfassende Sammlung einen erwartet.

Nike

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